CDU-Stadtverband Herzogenrath

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Aktuell
(Aachener Zeitung - Nord / Di, 20. Apr. 2010 / Lokales / Seite 17)
Einen ordentlichen Beruf für die Enkel
CDU Herzogenrath will mit Generationentag Alt und Jung zusammenbringen. Dabei sind die Wünsche so einfach . . .
Von Sebastian Dreher
Herzogenrath. Auch wenn der vom CDU-Stadtverband Herzogenrath ausgerichtete „Seniorentag" jetzt „Generationentag" heißt, ist in der Aula des Städtischen Gymnasiums an der Bardenbergerstraße vor allem eine Generation anwesend: die jenseits der Sechzig.
Die wenigen jüngeren Gesichter können schnell entweder der jungen Union oder dem für die tänzerische Darbietung zuständigen TSC Merkstein zugeordnet werden. „Der Namenswechsel ist eine Reaktion auf den demografischen Wandel", sagt Marie-Theres Sobczyk, Vize-Bürgermeisterin und Vorsitzende des CDU-Stadtverbands: „Wir können tagtäglich beobachten, wie sich unsere Gesellschaft verändert."
Trotz der Anwesenheit hochrangiger CDU-Politiker wie Sabine Verheyen, Mitglied des Europäischen Parlaments, Reimund Billmann, Abgeordneter des Landtags, und Christoph von den Driesch, Bürgermeister von Herzogenrath, sei der Generationentag keine Wahlkampfveranstaltung, betont Fabian Schalt, Mitarbeiter im Ministerium für Generationen, „aber wir benutzen ihn als politische Plattform." So lässt sich Reimund Billmann auch nicht lange bitten, den Zuhörern die Bilanz der aktuell tätigen Landesregierung näher zu bringen und auf die neuesten Untersuchungen des statistischen Bundesamtes zum demografischen Wandel hinzuweisen. „Die Zukunft Nordrhein-Westfalens lässt sich mit den Worten „weniger", „älter" und „bunter" beschreiben. Die Bevölkerungszahl wird älter und bis zum Jahr 2050 von 17,9 auf 16,2 Millionen sinken. Die Menschen werden älter, das durchschnittliche Lebensalter wird sich auf ungefähr 90 Jahre erhöhen. Und: Die Bevölkerung wird bunter, denn ebenfalls steigen wird auch der Prozentsatz von Menschen aus anderen Kulturen."
Ein Drittel ohne Enkel
Erschreckend sei die Tatsache, dass bis zum Jahr 2050 ein Drittel der über 65-Jährigen keine Enkel haben werden. Vor diesem Hintergrund sollte ein neues Konzept für Seniorenpolitik und der Abbau von Altersdiskriminierung gefunden werden.
Doch nicht alle wollen die Politik auf ältere Menschen fixiert wissen. „Zum Glück habe ich zwei Enkelkinder", sagt Herbert Hau, einer der anwesenden Senioren. „Deswegen erwarte ich von der Politik Entscheidungen, die nicht nur uns Alte, sondern auch die Zukunft unserer Nachkommen berücksichtigt." Für seine beiden Enkel wünscht er sich, dass sie nach Berufswahl und Ausbildung eine Stelle mit einem ordentlichem Arbeitsvertrag finden. „Das ist das Wichtigste für mich."
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